ÜBER BRIEFE VON STEVE UND GERÜCHTESEITEN

Streit zwischen Boy Genius Report und Apple - wer lügt?

Von den „Briefen von Steve” profitieren gleich mehrere Seiten: Apple, weil sich für die Einzeiler („Jup, Final Cut lebt noch.”) keine Pressemitteilung lohnt, die Empfänger, die das Gefühl haben, ihre Stimme wird gehört und natürlich die Websites, die darüber berichten. Um den jüngsten Brief von Steve gibt es aber einen Streit.

In dem E-Mail-Briefwechsel beschwerte sich ein Mac-Fan namens „Tom” recht emotional über iPhone-Empfangsprobleme, über die er gelesen hatte. Jobs riet ihm, sich nicht über die Gerüchte der letzten Tage aufzuregen und sich zu beruhigen. Anschließend warf Tom Jobs Arroganz vor, da er selbst bei drei anderen Personen unterbrochene Gespräche beobachtet habe. Wieder eine Antwort von Jobs: Diese Menschen befänden sich vermutlich in einem Gebiet mit schlechtem Empfang.

Die Antworten von Steve Jobs entsprechen in ihrer Bedeutung früheren E-Mails und dem offiziellen Standpunkt von Apple: Die Berichte der letzten Tage seien übertrieben, aber es gibt ein Darstellungsproblem bei den Balken, das einen falschen Eindruck von der aktuellen Signalstärke vermittelt. Auf den Verlust des Empfangs sind weder Apple noch Steve Jobs bisher eingegangen. Fakt ist: Das Problem ist nicht mit jeder Hand-iPhone-Kombination reproduzierbar.

Für Aufregung sorgte denn auch die letzte E-Mail: „Retire, relax, enjoy your family. It is just a phone. Not worth it.” (Beruhige dich, genieße dein Familienleben. Es ist nur ein Telefon, nicht der Aufregung wert)

Anders als bei Dutzenden anderer E-Mails von Steve Jobs ist diese Geschichte etwas komplexer, denn Tom, der eigentlich Jason Burford heißt und Werbespots für kleine Firmen produziert, bot die „Beruhige dich”-E-Mails inklusive Header mindestens Boy Genius Report und AppleInsider zum Kauf an. Auf den Inhalt wollte er nicht näher eingehen, da der Inhalt für ihn etwas peinlich ist.

Gezahlt hat schließlich Boy Genius Report, nach Angaben der Website handelte es sich um mehrere hundert Dollar, versprochen wurde außerdem Anonymität (die durch die Veröffentlichung seitens AppleInsider mittlerweile hinfällig ist).

Nächste Seite: Die Reaktion von Apple

Kommentare

Bild von Gast
Wer wundert sich ...

wenn Leute unter falschem Namen Briefe schreiben dass sie auch eine Antwort von einem anderen als dem Adressaten bekommen. Das ganze dann noch für Geld an irgendwen verhökern. Nachrichten'sender' und Zeitungen machen sich mit solchen Aktionen nur unglaubwürdig. Sowas würde ich mit einem Rückzug des Abo oder Kaufverweigerung beantworten.
Auch in der maclife hätte eine kurze Notiz ausgereicht. Zwei Seiten erscheinen mir etwas viel.

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