KEIN VERKAUFSSCHLAGER DER ERSTEN WOCHE

Nexus One: iPhone bleibt überlegen

Google konnte in der ersten Verkaufswoche in den USA gerade einmal 20.000 Einheiten seines Smartphones Nexus One absetzen. Nun einigte sich das Unternehmen mit seinem Vertragspartner T-Mobile auf eine Preissenkung um 100 US-Dollar. Erfolgsgeschichten lesen sich anders. Unsere französischen Kollegen von PC INpact haben da so ihre Vermutungen, warum der Verkaufsschlager-Effekt ausblieb.

Einerseits waren bereits vor dem Nexus One diverse Android-Smartphones verfügbar, was dazu geführt habe, das ein Teil der Zielgruppe bereits bedient war. Auch hat Google keinen im entferntesten mit Apples Bemühungen vergleichbaren Werbeaufwand angestrengt, so dass ein gewisser Hype ausblieb. Dieser hätte möglicherweise dazu beitragen können, das Nexus One an mehr Frauen und Männer zu bringen. Selbst jetzt, nach dem Verkaufsstart, blieben groß angelegte Werbekampagnen aus, die neue Kunden angelockt hätten.

Ein weiteres wichtiges Hindernis, das den Rekordzahlen im Wege gestanden habe, sei die Vertriebsmethode. Es gibt kein Geschäft, in dem man das Nexus One einmal in die Hand nehmen kann um es auszuprobieren. Dadurch bleibt nicht nur die „Laufkundschaft“ aus, sogar tatsächliche Interessenten dürften sich genau überlegen, ob sie die Katze im Sack kaufen möchten. Daher kostet also das Google-Smartphone fortan nur noch 279 US-Dollar und alle Kunden, die es zum alten Preis bereits erworben haben, erhalten eine Gutschrift über den Differenzbetrag.

Nun können Google und T-Mobile nur noch auf ausreichend Mund-Propaganda und gute Presse hoffen. Kleinere Probleme mit dem 3G-Empfang seien jedoch selbst dieser Art viralen Marketings hinderlich. Vielleicht sollte man sich in Mountain View die eine oder andere Idee aus Cupertino leihen, was Verkaufs- und Werbe-Strategien angeht.

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