BACH, BEETHOVEN & HAYDN

iPhone erobert Konzertsäle

Manchmal kommt es eben auf die Präsentation an, wenn man neue Zielgruppen erschließen möchte und Roland Valliere hat - Klassik-Fans können beruhigt sein - nicht vor, das iPhone musikalisch in das Orchester zu integrieren, oder den Dirigenten mit einem iPod touch herumwedeln zu lassen. Der neue Leiter des Columbus Symphony Orchestra möchte hingegen das krisengeschüttelte Orchester durch Online-Auftritte und den Verkauf von Material auf dem iPhone verbessern.

Eine Start-Up-Firma namens InstantEncore entwickelt eine iPhone-Software, mit der sich Notenblätter und das Konzertprogramm herunterladen und in einzelne Stücke hineinhören lassen. Musik wird dann über den iTunes Store verkauft, einige Inhalte in InstantEncore sind für Konzertbesucher reserviert. Ähnlich wie die Berliner Philharmoniker sollen Konzerte auch live oder aus der Konserve online gezeigt werden, unvermeidlich wohl heutzutage auch die Einbindung von Facebook, Twitter und YouTube.

Ob der Plan aufgeht, auch diejenigen zu erreichen, die zwar Interesse an Orchestermusik haben, aber nicht Zeit und Muße, einen Konzertsaal zu betreten, muss sich zeigen. Ein solcher Service dürfte jedenfalls bald Standard sein - InstantEncore kooperiert bereits mit vielen Orchestern und hat den iTunes Store mit Apps zu einzelnen Künstlern und Orchestern fast schon überschwemmt.

 

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