DIE NEWS-HIGHLIGHTS DER WOCHE VOM 20.2. BIS 25.2. IM KOMMENTIERTEN RÜCKBLICK
alex’ augenmerk: Gegenwart und Zukunft
Apple liebt es, Produktankündigungen mit einer direkten Verfügbarkeit zu verknoten. Getreu dem Motto: Heute die Präsentation auf der großen Showbühne, Morgen steht die Ware bereits verkaufsfertig im Laden. Früher war genau das eines der markanten Markenzeichen des Computerherstellers. Durch das mittlerweile ungeheuere Medieninteresse, diverse Zubehörlieferanten sowie riesigen Produktmengen, fällt exakt diese ehemalige Tugend heutzutage immer schwieriger. Von Geheimhaltungs-Attitüden und Ängsten über unbeabsichtigte Produkt-Leaks getrieben, die Apple jährlich sicherlich Kosten in Unsummen-Höhe beschert, einmal ganz abgesehen.
Es war daher nicht verwunderlich, dass sich die technischen Eckdaten der neuen MacBook Pros bereits seit einigen Tage abzeichneten. Trotzdem verblieb der Grafikkarten-Deal mit AMD, Intels Quad-Core-Prozessoren sowie die brandneue ‘Thunderbolt’-Steckverbindung der gewohnt geschwätzigen Gerüchteküche vorenthalten. Heureka!
Insbesondere der ‘Donnerkeil’-Durchsatz von Intels moderner Schnittstelle stach dabei aus dem Überraschungsei hervor. Unter dem Namen ‘Light Peak’ bereits seit über einem Jahr im Gespräch, manifestiert sich der heiße Daten-Draht, mit theoretischen 10 GBit pro Sekunde, nun erstmals am MacBook Pro. 20-fach schneller als USB 2.0 klingt zwar erstmal toll, doch die Höchstgeschwindigkeit will gar kein zentrales Argument sein. ‘Thunderbolt’ spricht bidirektionales PCI-Express und verdrahtet damit gängige PC-Hardware. Absurdes Praxisbeispiel der Zukunft gefällig? Vorstellbar wäre ein MacBook Air, das über den ‘Thunderbolt-Blitz’ mit einer hochgezüchteten Grafikkarte spricht und diese als eigene Pixelschubse anheuert. Zuerst sind es jedoch die MacBook Pros, die damit in die Liga der echten ‘Profi’-Geräte aufsteigen. Verlierer des Tages: Der wuchtige MacPro-Klotz, der ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal einbüsst. Auch die Leistung stimmt im Vergleich: Die erste Staffel an MacBook-Benchmarks verweist selbst aktuelle Mac-Pro-Desktops auf die Auswechselbank.
Der Berg ruft!
Technik, die begeistert und sich bereits heute kaufen lässt. So soll es sein! Aber auch für Zukunftsvisionen leuchtete am vergangenen Donnerstag ein kleines Lämpchen auf. Mac OS X in Version 10.7, umgangssprachlich als Projekt ‘Lion’ bezeichnet, stellte die Entwickler-Legionen mit einer ersten Beta-Fassung (nicht nur sprichwörtlich) vor ‘den Berg’. Der japanische Vulkan Fuji schlich sich als symbolisches Hintergrundbild in die frischen Datei-Eingeweiden.
Der knapp 4GB-starke Download verlief über einen persönlichen Promocode aus dem Mac App Store. Das darf als ein unverschleiertes Statement interpretiert werden, wohin Apples Reise im Software-Vertrieb geht. Das am gleichen Tag außerdem die Händler darüber informiert wurden, dass sich die physischen MobileMe-Pappboxen ab sofort aus den Verkaufsregalen verabschieden, ist unter diesen Vorzeichen fast nur eine Randnotiz wert.
CeBIT torpediert
Als ob man sich meinen vorletzten Aufruf nach mehr ‘Cupertino-Action’ zu Herzen genommen hätte, kündigte Apple außerdem eine kunterbunte Veranstaltung für die kommende Woche an. “Kommt und seht was 2011 für ein Jahr wird” verspricht am 2. März iPad-Neuerungen. Das Tablet lugte bereits hinter dem Kalendersymbol der Einladung hervor. Von Zurückhaltung kann keine Rede sein. Ob die nächste Hardware-Generation jedoch gegen die wuchtige Übermacht der spekulierten Technik-Ausstattung zu überraschen weiß, bleibt abzuwarten. Die Erwartungen baumeln zumindest in grenzwertig grotesken Höhen. Fest steht jedoch schon jetzt, dass trotz weltgrößter Technikmesse CeBIT, die IT-Welt in der nächsten Woche nach San Francisco schaut. Exzellentes Timing!
Aber mal ernsthaft. Selbst ohne verblendete, rosarote Apple-Brille bleibt nüchtern festzustellen, dass sich (auch) im Jahr 2011 die Cupertino Karten auffallend wohlwollend zu sortieren scheinen. ‘Lion’ robbt sich pünktlich im selbstgesteckten Fahrplan voran. Die mobile iOS-Front ist zwar angespannt, solange jedoch Google mit arg verzögerten Android-Updates seine Nutzer erzürnt, Windows Phone 7 die Software-Aktualisierungen komplett in den Sand setzt und RIM weiterhin böse Briefe von Entwicklern kassiert, darf sich iOS 4.3 sogar noch ein paar Tage länger Zeit lassen. Wir warten zur Stunde vergleichsweise unbeschwert.
Wer ist Alexander Olma?
Alexander Olma verSchrieb sich bereits vor über vier Jahren dem iPhoneBlog.de, das er mittlerweile hauptberuflich als ‘Ein-Mann-Show’ mit täglich neuen Text-, Foto-, und Video-Inhalten füttert. Als freier Journalist arbeitet er außerdem für diverse Online- und Print-Angebote und nimmt an (Video-)Podcast-Projekten teil.



Kommentare
"fällt exakt diese ehemalige Tugend heutzutage immer schwieriger" .... hmmm, sorry ... aber entweder es fällt schwerer oder es wird schwieriger .... aber fällt schwieriger ? .... hmm.
Ist nicht so schlimm aber es ist mir gerade aufgefallen ... ;-)
Gruss Erik
Bei der Nennung Organza, können wir nicht ignorieren anderen floralen Details, die zu verhandeln
brautkleider als Basis für eine florale Spitze applique bedienen ist. Wenn Sie lace hinzufügen, um den Organza, wird der Blick sich leicht und frisch, die einen Garten wachsen auf Ihre hochzeitskleider wie. Es ist eine große subtile und romantische Details, wenn es getan in weißen abendkleider.
Kommentar hinzufügen