ACTION | Im Test: Infinity Blade für das iPhone und iPad 1.0

Infinity Blade: Erstes Spiel auf Basis der Unreal Engine für iOS im Test

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Hersteller: Chair Entertainment

Website: epicgames.com

Preis: 4.99 €

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Epic Games ist einer der ganz großen Namen im Spielebusiness, viele Entwickler bedienen sich bei der technischen Umsetzung ihrer Ideen auf die quasi als Industriestandard etablierte Unreal-Engine aus besagtem Hause. Mit Spielen wie etwa „Unreal Tournament“ und der „Gears of War“-Serie hat sich das Unternehmen darüber hinaus auch unter Zockern einen mehr als nur guten Ruf erarbeitet: Mit „Infinity Blade“ folgt nach der Technologiedemo „Epic Citadel“ nun das erste richtige Spiel für die iOS-Plattform.

  • Nach rund einer halben Stunde hat man praktisch jeden Gegner gesehen, Abwechslung sucht man vergeblich

Die Hintergrundgeschichte ist schnell erklärt: Als namenloser Ritter und Rächer gilt es einen unsterblich anmutenden Götterkönig zur Strecke zu bringen, der den eigenen Vater ermordet hat. Zwischen dem Startpunkt vor den Toren der Burg bis zum finalen Gegner im Königssaal stehen rund ein Dutzend Bösewichter, die es in Multitouch-Schwertkämpfen zu besiegen gilt. Die Lebensenergie der Kontrahenten wird über farbige Balken visualisiert, angegriffen, geblockt, pariert und ausgewichen wird über das Berühren von Icons auf dem Bildschirm und das Zeichnen von Gesten. Hat man einen Gegner per Fingerstreich getötet, dürfen Erfahrungspunkte und Goldstücke für neue Ausrüstung eingesackt werden – nach und nach wird man so immer stärker und mächtiger. Das ist auch nötig, denn der Götterkönig ist nicht leicht zu bezwingen und mordet den Spieler immer und immer wieder. So schließt sich der Kreis, denn als Nachfahre der getöteten Figur steht man in einer neuen „Blutlinie“ wieder vor den Türen der Burg und das Spiel beginnt nach rund einer halben Stunde von vorne – immerhin nimmt man die im Verlauf der vorangegangenen Durchgänge erspielten Erfahrungspunkte und Items mit in die nächste Runde.

  • Die Rollenspielemente lockern das auf die Dauer doch recht dröge Monstergekloppe ein wenig auf

Fazit

„Infinity Blade“ wird dem großen Hype und dem eigenen Anspruch nur bedingt gerecht. Zieht man den Bonus für die sensationelle Grafik ab, bleibt letztlich nur ein solides „Hack and Slay“ mit gut umgesetzten Schwertkämpfen. Eine wie in „Epic Citadel“ angedeutet frei begehbare Welt bietet das Spiel leider nicht, der Ablauf ist zudem äußert repetitiv: Durchgang für Durchgang stösst man auf den gleichen und nicht frei begehbaren Wegen auf altbekannte Gegner, schon während der zweiten Runde wird man von Déjà-vus geplagt. Ein Mehrspielermodus und weitere Gebiete wurden für die Zukunft in Aussicht gestellt.

  • Wiedersehen macht (keine) Freude: Dem Götterkönig tritt man immer und immer wieder gegenüber

„Infinity Blade“ setzt ein iPhone 3GS, iPad, iPhone 4 oder iPod touch der dritten oder vierten Generation voraus.

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